Der Fluchtwegeplan – ein absolutes Muss!

Weil bei einem Brand Eile geboten ist, ist es wichtig, dass man sich zügig orientieren kann

Hilfe, es brennt! Jetzt muss es schnell gehen: Alle Konzertbesucher müssen raus aus der Mehrzweckhalle, damit keine Menschen verletzt werden. Doch welcher Weg ist der schnellste? Das und vieles andere regelt der Fluchtwegeplan.

Das heutige Thema der „Hausmeister-Infos“ betrifft alle Städte und Gemeinden in Deutschland, denn in öffentlichen Gebäuden und Anlagen ist grundsätzlich ein Fluchtwegeplan erforderlich – so schreibt es das Gesetz vor. Und dieser Plan wird regelmäßig, ebenso wie die erforderliche Kennzeichnung für Fluchtwege und deren Beleuchtung, von der Baurechtsbehörde vorgegeben. Doch wissen Sie eigentlich, was im Detail in dem Schriftwerk Ihrer Gemeinde steht und in welchem Turnus Sie sich mit den Verantwortlichen der örtlichen Rettungsorganisationen über das Thema Fluchtwege unterhalten sollten?

 

Experten an einem Tisch

In Schulen, Sportstätten und vergleichbaren Einrichtungen muss alle zwei Jahre eine Besprechung mit Vertretern der Feuerwehr (in der Regel mit dem Kommandanten und seinem Stellvertreter) über Fluchtwege, Einsatzwege und Standplätze der Rettungsfahrzeuge und Rettungshilfen einberufen werden.

Dass der Hausmeister des Gebäudes an diesen Gesprächen teilnimmt, ist selbstverständlich. Schließlich ist er nur dann ausreichend informiert, was es zu beachten gibt. Welche Pflicht-Aushänge sind nötig? Wo sind im Brandfall Stellplätze für Löschfahrzeuge? An welchen Stellen kann die Feuerwehr Löschwasser entnehmen? Auch die Ablaufwege für die Personenrettung und andere wichtige Punkte sollten genau geregelt werden.

Zudem ist es hilfreich, zu dieser Expertenrunde Vertreter der zuständigen Polizeidienststelle und von Personenrettungsorganisationen hinzuzuziehen. Die Ergebnisse ihrer Besprechung müssen protokolliert werden, damit sie jederzeit schriftlich abrufbar sind. Eine Tätigkeit, die sich auszahlt – es geht schließlich um die Sicherheit der Bürger!


Weitere Themen


 

Viel Rauch um die Prüfungspflicht

Zählt die regelmäßige Prüfung von technischen Geräten in Ihrer Kommune zum Aufgabengebiet des Hausmeisters? Prüfungspflichten sind unterschiedlich geregelt, sollten aber in jedem Fall gut dokumentiert sein, wie unser...

mehr lesen

Anzeige  

Bewegungsmelder – speziell nur für Räume mit wenig Verkehr?

Wer kennt nicht die Dauerbrenner in Keller- und Lagerräumen. Da kommt es schon mal vor, dass nachts ‚Alarm’ geschlagen wird, weil Anwohner vom Rathaus bemerkt haben, dass im Rathauskeller...

mehr lesen

 

Wer aktualisiert den Flucht- und Rettungsplan?

Wenn’s brennt, muss es schnell gehen. Deshalb ist der Flucht- und Rettungsplan ein wichtiges Dokument zur Orientierung in öffentlichen Gebäuden. Und natürlich muss er regelmäßig aktualisiert werden.

mehr lesen

Das Bild zeigt eine Feuerlöschübung, man sieht zwei Männer, die vor einer großen Feuerschale knien, in der Feuerschale brennt ein großes Feuer, dass für Übungszwecke gelegt wurde, die zwei Herren knien daneben und reden über den Einsatz mit dem Feuerlöscher, insgesamt haben sie drei Feuerlöscher die bereit stehen für die Schulungsmaßnahme. Das Bild wurde im Rahmen einer Veröffentlichung zum Thema "Einweisungspflichten für Gebäudeverantwortliche" auf der Internetseite Hausmeister-infos.de veröffentlicht.  

Einweisungspflichten beim Brandschutz – ein heißes Thema!

Ob Stadthalle oder Gemeindesaal – bei der Betreuung sogenannter Versammlungsstätten gelten strenge Einweisungspflichten. Kennen Sie die Brandschutz-Vorgaben „Ihrer“ Gebäude und geben Sie diese richtig an Veranstalter weiter? Das ist...

mehr lesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(0,00 bei 0 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren