Heiß oder kalt?

Sie hält den Raum schön kühl, sorgt aber bei den Menschen manchmal für hitzige Diskussionen: die Klimaanlage. Sollten öffentliche Gebäude klimatisiert werden?

Die Meinungen über das Wohlbefinden in klimatisierten Räumen gehen weit auseinander. Argumente für und gegen eine Installation gibt es unzählige. In diesem Beitrag finden Sie einige Gedanken, die Sie sich vor der Entscheidung „pro oder contra Klimaanlage“ durch den Kopf gehen lassen sollten. Denn der dauerhaft reibungslose Betrieb einer solchen Anlage erfordert viel Fachwissen und eine gute Organisation seitens des Hausmeisters.

Folgende Überlegungen vorab sind sinnvoll:

  1. Klimatisieren (Kälte & Wärme) leistet zum Erhalt von Lebensmitteln und somit für Gesundheit und Ernährung unschätzbare Erfolge. Also ohne Klimatisierung wären wir in unserem Lebensstandard bei weitem nicht da, wo wir heute sind.
  2. Die spürbare Anpassung von Raumtemperaturen schafft Wohlbefinden und trägt zur Leistungssteigerung und zum menschlichen Wohlfühlklima bei
  3. Be- und Entlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung und Einzelraumsteuerung können zu einer menschendienenden Energiewirtschaft beitragen.
  4. Ventilatoren sollten grundsätzlich stufenlos steuerbar und möglichst in der Richtung ihrer Ansaug- und Blaswirkung verändert werden können. Oft genügen geringe Richtungsänderungen, um das Wohl einzelner Raumbenutzer positiv zu verändern.
  5. Filtersysteme oder Kassettenfilter sollten möglichst einfach – zum Beispiel durch die Hausmeisterin oder den Hausmeister – ausgewechselt werden können, ohne dass dabei Spezialgeräte, Leitern oder anderes Equipment beschafft werden muss.
  6. Die Schalldämmung beziehungsweise die Geräuschkulisse sollte für jeden Gerätetyp vor Einbau geprüft und für in Ordnung befunden werden. Je nach Einsatzort können die Anforderungen diesbezüglich unterschiedlich sein. Wer sich einmal über die Geräuschkulisse aufregt, der findet meistens keinen Frieden mit der Klimaanlage.
  7. Die Steuerung – nicht nur Betriebszeiten und Temperatur – sollten in Räumen mit Daueraufenthalt für mehrere Personen geregelt werden und transparent allen Betroffenen vermittelt werden. Oft ist es sinnvoll, bestimmte Zeiten für die Inbetriebnahme (egal ob Kühlen oder Heizen) vorzugeben. Die Zeiten können auch flexibel gehalten werden, Es gilt, auch Personen mit allergischen Reaktionen auf Klimaanlagen zu schützen, und das ist durch Zeitregelungen und Platzwahl leichter möglich als viele meinen.
  8. Die Grundeinstellung und deren Veränderungen sollten von den Raumnutzern nicht nur verstanden werden, sondern auch für Befürworter und Skeptiker nachvollziehbar sein.

    a.) Die Konfiguration des Gerätes zeigt die wesentlichen Gerätedaten.

    b.) Die Grundeinstellungen sind umfangreich, und der Hausmeister sollte sich mit den einzelnen veränderbaren Einstellungen vertraut machen. Vor allem sollte der Hausmeister die Unterschiede und Wahlmöglichkeiten kennen zwischen „Werkeinstellung“ und „spezielle Kundeneinstellung“. Hier geht es zum Beispiel um Temperaturregelungen, Drehzahlbereiche für Ventilatoren, Zuluft, Luftfeuchtigkeit, Stützbetrieb Heizen / Kühlen, Stoßlüftung und einiges mehr.

    c.) Im Fachmann-Menü werden Alarmfunktionen, Filterwechsel/Filterüberwachung, Frostschutz, Luftstromüberwachung, Betriebszeiten/Wartungsintervalle und einiges mehr angezeigt.

Beim Betrieb einer Klimaanlage sollten sie darauf achten, dass

  • Organisationstalent gefragt ist.
  • die Vielzahl von unterschiedlichen Geräten, Anlagen und Gebäuden eine außergewöhnliche Aufgabenvielfalt beinhaltet und ihr Betrieb somit ein umfangreiches Fachwissen erfordert.
  • die Anlage nur durch ein zuverlässiges und einheitliches Ablagesystem dauerhaft ordnungsgemäß betrieben werden kann.
  • Aushilfen, neues und bestehendes Personal eine regelmäßige Weiterbildung benötigen, damit der Betrieb reibungslos funktioniert.
  • es ein für alle Mitarbeiter einheitliches System für Betriebsunterlagen geben sollte. Die Unterlagen müssen immer auf dem aktuellen Stand sein.

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22. Juli 2019


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