Graffiti - das Bild zeigt eine Wand, die von einem Gebäude oder einer Unterführung stammen könnte, die Wände sind auf jeden Fall total farbig bemalt. In diesem Beitrag geht es um das Thema "Kunst ja - Schmierereien nein! Ein Thema das viele Kommunen beschäftigt.

Kunst ja – Schmierereien nein!

Seit die Hundertwasser-Gebäude in Wien zu den Touristenmagneten zählen, entdecken immer mehr Marketingverantwortliche die positive Anziehungskraft von Farbe an Gebäuden und Mauern in ihrer Stadt. Der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel war einer der ersten, der gegen den Widerstand vieler gezielt Unterführungen und Betonmauern für Graffiti-Kunst zur Verfügung gestellt hat.

Damals wurde er von manchen Menschen belächelt und kritisiert. Heute sind Graffiti und andere Farbdarstellungen an Wegen und Plätzen „in“ – sie entstehen im Rahmen von Ferienprogrammen, Veranstaltungen, Kunstwettbewerben und anderen Aktivitäten.

Sie sind modern, ein Hingucker und können durchaus als Kunst bezeichnet werden: Graffiti sind heute eine Möglichkeit der Stadtgestaltung – wenn diese neue Art von Kunst gezielt und mit einer positiven Außenwirkung eingesetzt und ihr Nutzen den Bürgern ausreichend vermittelt wird. Dann kann sie sogar helfen, das Stadtimage zu verbessern.

Voraussetzung ist, dass die Graffiti legal entstanden, nicht gegen die guten Sitten verstoßen und möglichst aus Steuergeldern oder durch Sponsoren finanziert oder wenigstens mitfinanziert werden.

Graffiti entfernen – aber wie?In vielen Kommunen sind allerdings auch iIlegale Sprayer am Werk, deren Bilder womöglich Menschen beleidigen oder einfach als Schmuddelei empfunden werden. Dann lautet oft der Auftrag „Bitte baldigst entfernen!“ Aber wie? Scheuerbürste und Schweiß waren gestern, heute gibt es Produkte, mit denen man die Schmuddelei unsichtbar machen, dabei den Untergrund sprühung schützen kann. Ein solches Produkt bietet die Firma Brillux, die folgendes Vorgehen empfiehlt:

  • Damit der Untergrund, das Mauerwerk, Holz- oder Metallwände, nicht geschädigt wird, sollten die Flächen nicht mit scharfen Mitteln behandelt, sondern mit einer schonenden Farbe überstrichen werden. Dies gelingt mit einem mobilen Farbmessgerät, das die am Objekt vorhandene Farbe analysiert und mittels einer speziellen Software den optimalen Farbton für das Überstreichen ermittelt. Diese Vorgehensweise wird als äußerst schnell, wirtschaftlich und umweltschonend beschrieben.
  • Bei der Berechnung des optimalen Farbtons wird auch die räumliche Struktur des Untergrundes berücksichtigt. Schließlich kann es sich je nach Bauwerk mal um eine glatte Metalloberfläche, mal um einen Feinputz oder eine Putzoberfläche mit grober Struktur handeln. Selbst eine mögliche Verwitterung wird bei der Messung des Ist-Zustandes einbezogen. Dieser Farbton kann dann in der räumlich am nächsten zu der betroffenen Kommune gelegenen Niederlassung
  • Das Verfahren eignet sich für alle farbig beschichteten Flächen wie zum Beispiel beschichtungsfähige Fassaden, Hausflure, Treppenhäuser, Garagentore, Beton- und Metallflächen. Außerdem können mit dem Produkt auch Wasser-, Hochwasser-, Brand- und Ruß-Schäden im Innen- und Außenbereich überarbeitet werden.
  • Voraussetzung ist, dass der Untergrund fest, trocken, tragfähig und frei von Ausblühungen, Sinterschichten, Trennmitteln und korrosionsfördernden Bestandteilen ist.
  • Bei der Umsetzung hilft das fachkundige Personal des Herstellers, der eine schnelle und genaue Farbtonermittlung unter Berücksichtigung der Untergrundstruktur und des Verwitterungsgrades anbietet. Somit ist kein selbstständiges Tönen und Mischen von Farben erforderlich. Bei Versicherungsleistungen oder Ersatzleistungen durch den „Schädiger“ kann auf die „kostengünstige Schadensbehebung“ verwiesen werden. Auch vollständige Ersatzleistungen sind möglich. Darüber hinaus ist eine schnellstmögliche Graffitibeseitigung die beste Strategie, für eine „Demotivierung“ der Sprayer, und sie beugt erneuten Schädigungen effektiv vor.

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1. Oktober 2013


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