Sparen Sie nicht am Werkzeug!

„Der Hausmeister wird’s schon richten.“ Wenn es etwas zu reparieren gibt, machen Sie das sicher gerne. Dabei sollten sie stets das richtige Werkzeug zur Hand haben.
Hier finden Sie Tipps, worauf es bei der Anschaffung und Wartung von Handwerkzeugen ankommt.

Hammer, Meißel, Zange, Feile und Schraubendreher gehören zur Grundausstattung einer guten Hausmeisterwerkstatt. Und diese sollten hochwertig und in gutem Zustand sein, damit Sie sicher und fachgerecht arbeiten können. Das dient nicht zuletzt auch der Vermeidung von Unfällen und Verletzungen.

 

Vorsicht, Quetschgefahr!

In erster Linie ist bei Zangen und Scheren ein hochwertiger und intakter Griff außerordentlich wichtig. Scharfe und leicht gefettete Scheren erleichtern die Schneidarbeit und können Verletzungen vorbeugen.

 

Das wäre der Hammer!Hammer 374-x-226-Pixel Rechteck kl

Wenn Sie zum Hammer greifen, dann achten Sie bitte auf einen intakten Stiel. Gesplitterte oder schlecht befestigte Stiele müssen entlarvt, rechtzeitig ausgetauscht beziehungsweise repariert werden, denn abfliegende Hammerköpfe sind gefährlich.
Nicht nur für den eigenen Finger oder Fuß, sondern auch für andere Personen. Es wäre ja der Hammer, wenn Sie bei Ihrem Arbeitseinsatz eine andere Person verletzen! Deshalb sollten Sie vor Gebrauch auch immer prüfen, ob der Hammerkopf fest auf dem Stiel sitzt.

 

Achtung, Bärte!

Beim Meißeln sind vor allem die Hände in Gefahr, denn mit der Zeit bilden sich an dem Werkzeug durch harte Hammerschläge oftmals sogenannte „Bärte“, von denen beim nächsten Schlag Teile absplittern und den Handwerker verletzen können. Schleifen Sie deshalb den Meißel rechtzeitig ab oder tauschen sie verformte Werkzeuge im Zweifelsfall lieber aus.
Bewährt haben sich beim Meißeln Schutzteller mit Handgriffen, die das Absplittern von kleinen Metallteilen verhindern können und außerdem die Hand vor einem Fehlschlag schützen können. Auch eine Schutzbrille ist zu empfehlen. Leider kommt es nicht selten vor, dass ein Handwerker, wenn er keinen Meißel zur Hand hat, den Kunststoff-Kopf des Schraubendrehers umfunktioniert. Das ist keine gute Idee: Die Griffe können Risse bekommen, die zu Verletzungen führen, und dann hat der Werkzeugkoffer neben einem fehlenden Meißel auch noch einen fehlenden Schraubendreher zu beklagen.

 

Die Schlüsselfrage

Der Schraubenschlüssel sollte aus hochwertigen, nicht spröden Stahllegierungen gefertigt sein. Achten Sie darauf, dass Sie einen Schlüssel auswählen, der zum Schraubenkopf passt. Das ist schonend für die Schraube und das Werkzeug.

 

Zange-Schraubenzieher 374-x-226-Pixel RechteckDer richtige Dreh

Auch beim Schraubendreher ist ein sicherer und hochwertiger Griff wichtig.

Werkzeug, das gut in der Hand liegt und natürlich auch in der richtigen Größe eingesetzt wird, bietet dem Handwerker Halt und sorgt für ein besseres und oftmals auch schnelleres Arbeitsergebnis.

Wenn Sie Schraubendreher für Elektroarbeiten – zum Beispiel beim Austausch von Schaltern und Steckdosen – einsetzen, sollten sie unbedingt vollständig isoliert sein.

 

Daran sollten Sie feilen!

Wenn Sie zur Feile greifen, dann achten Sie darauf, dass bei ihrem Werkzeug der Griff fest mit dem Stiel verbunden ist. Ansonsten dreht erhebliche Verletzungsgefahr. Bewährt haben sich hochwertige Kunststoffgriffe. Aufgeplatzte und beschädigte Feilengriffe sollten unbedingt ausgetauscht werden.

 

Allgemein gilt:

  • Verwenden Sie nur Handwerkzeuge, die mit einem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) versehen sind. Wer am Werkzeug spart, hat hinterher oftmals den größeren Schaden.
  • Griffe von Werkzeugen sollten besonders gut in der Hand liegen.
  • Tragen Sie bei den entsprechenden Arbeiten jeweils die notwendigen Utensilien wie einen Handschutz oder eine Schutzbrille.
  • Wenn Sie scharfe beziehungsweise spitze Handwerkzeuge wie Schraubendreher in der Arbeitskleidung bei sich tragen, sollten sie unbedingt mit einer Abdeckung versehen sein.

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