Auch wenn die Pandemie eine gewisse Aufmerksamkeit verlangt, darf der Blick auf mögliche Schäden nicht fehlen.

Wer haftet nach der Pandemie im Schadensfall?

Während der Pandemie schon an die Zeit nach der Pandemie denken – ist das nur etwas für Optimisten? Ja und Nein!

Manches ruht zurzeit, und wie bei vielen anderen zeitlich begrenzten Ereignissen werden auch nach der COVID-19-Pandemie die Auf- und Nachbearbeitungen starten. Während der Pandemie waren Spielplätze zeitweise gesperrt, besondere Verhaltensweisen in öffentlichen Gebäuden von der Kommune vorgeschrieben und Veranstaltungen verboten. Als Hausmeister oder Hausmeisterin haben Sie sicherlich auch diverse Aushänge in kommunalen Gebäuden und auf öffentlichen Anlagen angebracht.

 

Nicht immer halten sich die Menschen an Vorschriften und nicht immer läuft trotz kommunizierter Vorsichtsmaßnahmen alles glatt. Unfälle passieren, und nicht immer gibt es einen Schuldigen.

Aber in manchen Fällen wird ein Schuldiger gesucht. Im Unfall- oder Schadensfall steht dann die Frage im Raum: Wer hat welche Schäden und welche Verluste verursacht oder durch mangelhaftes Verhalten begünstigt? Wer kann für welche Schäden haftbar gemacht werden?

Das sind Fragen, die über Jahre die Gerichte beschäftigen könnten. Deshalb empfehlen wir den Hausmeistern und Hausmeisterinnen eine Belegsicherung. Nach der Pandemie wird die Frage „Wer bezahlt für Schäden?“ an Bedeutung zunehmen.

Um möglichen Angriffen vorzubeugen beziehungsweise entgegen zu wirken, ist es gut, wenn Sie Konzepte und deren Umsetzung dokumentieren. So können Sie auf Anfrage beweisen, dass Sie die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und deren Kommunikation als innerhalb Ihrer Stellenbeschreibung als Hausmeister vollumfänglich erfüllt haben. Ein paar Hilfestellungen hierzu:

  1. Legen Sie Anweisungen und deren Umsetzung mit entsprechenden Belegen (Fotos und kurzer Text) im Notfall-Ordner-System (NOS) unter Rubrik 16 „Unfallverhütungsvorschriften“ ab.
  2. Dokumentieren Sie, wenn möglich, Absperrungen, Bestuhlungen, Verhaltens-Aushänge etc. per Foto und legen Sie diese mit Datumsangaben im Ordner ab.
  3. Bewahren Sie Reklamationen – mit Namensangaben und Datum – ebenfalls als Dokumente auf, damit Sie bei späteren Angriffen  / Vorwürfen auf Einzelfälle mit Unterlagen antworten können.

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