Her mit dem Putzplan!

Sauber muss es sein – das gilt für ein Klassenzimmer genauso wie für das Foyer der Stadthalle und erst recht für den Boden des Hallenbades.

Wenn Sie für Reinigungsarbeiten in öffentlichen Gebäuden Fremdfirmen einsetzen, dann schreiben Sie die Tätigkeit detailliert aus. Gute Vorbereitung erleichtert bekanntlich die Arbeit!

Dokumentieren Sie möglichst genau, wie die Reinigung der Böden erfolgen soll. Das hilft dem Reinigungspersonal und letztendlich auch Ihnen, weil die Arbeiten von Beginn an nach Ihren Vorstellungen erledigt werden. Dabei können die folgenden Tipps hilfreich sein:

 

1. Reinigungsbereiche in Gruppen einteilen:

  1. Klassenräume mit gleichen Zuschnitten, Bodenbelägen
  2. Flure und Treppen
  3. Sonderbereiche wie Nassbereiche, Büro, Lagerräume usw.

2. Reinigungsintervalle festlegen:

  1. Klassenzimmer zweimal wöchentlich, bei Sonderreinigung darf in einem anderen Klassenzimmer reduziert werden
  2. Flure, Aufenthaltsräume, Nassbereiche täglich
  3. Büro, Besprechungsräume zweimal wöchentlich
  4. Lager, Bühne, Keller nach Bedarf, mindestens einmal monatlich.

3. Reinigungsumfang benennen:

zum Beispiel Böden, Treppen, Handläufe, Armaturen, Tische etc. Alles bis zu einer Höhe von 1,50 Metern muss gereinigt werden.

 

4. Zeitfenster für die Reinigung festlegen:

zum Beispiel von 17 bis 19 Uhr

5. Sonderreinigungen finden separat statt:

zum Beispiel die Glas- und Fensterreinigung, Intensivreinigung mit Lampen, auf Ablagen.

6. Spezielle Anforderungen: 

Chemieraum, Küchen-, Sport- und andere Fachausstattungen sind gesondert zu reinigen. In Räumen mit gefährlichen Stoffen darf nur mit Sonderanweisung gereinigt werden.

7. Probereinigungs-Zeit mit Anpassungsklausel:

Wenn erstmals auf Fremdreinigung umgestellt wird, kann es hilfreich sein, einen Probereinigungszeitraum (zum Beispiel zwei Monate) zu vereinbaren mit der anschließenden Möglichkeit, Anpassungen an Preise und Leistungskatalog vorzunehmen. Dieser Zeitraum kann auch genutzt werden, um gegebenenfalls wieder auf Eigenreinigung umzusteigen.

8. Pflichten des Auftragnehmers:

  1. fachkundiges Personal, einschließlich Aufsicht und Kontrolle
  2. Personen, die eingesetzt werden, müssen namentlich gemeldet werden, einheitliche Dienstkleidung sowie sichtbar einen Ausweis mit Bild tragen
  3. Gesetzliche Vorgaben wie Unfall- und Gesundheitsschutz, Arbeits- und Vergütungsrechte, Datenschutz und Verschwiegenheit sind einzuhalten. Der Auftragnehmer haftet bei Verstößen.

9. Reinigungsgeräte und Reinigungsmittel:

Diese sind entsprechend den Pflegebedürfnissen der jeweiligen Materialgegebenheiten von Böden, Möbel oder Skulpturen auszuwählen. Schäden, die durch unsachgemäße Reinigung entstehen, gehen zu Lasten des Auftragnehmers.

10. Schäden und Mängel sowie Reparaturbedarfe:

Probleme, die bei Reinigungsarbeiten festgestellt werden oder entstehen, sind innerhalb eines Tages schriftlich mitzuteilen.

11. Kontaktpersonen sind zu benennen:

  1. Seitens des Auftragnehmers mindestens zwei Personen: Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer, Mailadresse
  2. Seitens des Auftraggebers ebenso.

Weitere Themen


 

Rauchmelder: Machen Sie den Check!

Die Lebensrettung wird heutzutage durch moderne Technik unterstützt. In jedem Gebäude gibt es Rauchmelder beziehungsweise Feuermelder. Doch sind Sie sicher, dass in den von Ihnen betreuten Einrichtungen wirklich alles...

mehr lesen

 

Zeichen für mehr Sicherheit

Die Sicherheits- bzw. Brandschutzzeichen haben sich geändert. Was das für Arbeitsstätten bedeutet und warum sich Unternehmen mit der aktualisierten ASR A1.3 beschäftigen sollten, hat der bvfa – Bundesverband Technischer...

mehr lesen

 

Pflichteinweisungen in der Grünpflege

Der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaft als Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers haben Mitarbeiterunterweisungen zur Pflicht gemacht. Es ist festgeschrieben, dass Mitarbeiter aus dem Bereich Grünpflege / gärtnerische Arbeiten unterwiesen...

mehr lesen

 

Fundsache – Angelegenheit des Hausmeisters?

Da im Zuge des Weihnachtsstresses vor den Ferien oftmals viele Sachen vergessen in Gebäuden liegen bleiben und im Rahmen unserer Serie „Vorschriften kennen“, gehen wir gezielt auf das Thema...

mehr lesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(5,00 bei 1 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren


Weg mit dem Kaugummi!

Igitt, ein Kaugummi! Wer die ausgespuckte Hinterlassenschaft eines anderen an der Schuhsohle kleben hat, reagiert verständlicherweise wenig begeistert. Und festgetretene Kaugummis in Fußgängerzonen oder Eingangsportalen zu öffentlichen Gebäuden geben...

mehr lesen

Anzeige

Gebäudereinigung planen

Mit dem richtigen Plan ist bald alles blitzblankNeue oder überarbeitete Hygienepläne für Schulen, Kindergärten oder die von vielen benutzten Sportstätten sind eine Herausforderung. Sie bringen oftmals die Reinigungszeiten in...

mehr lesen