Rauchmelder: Machen Sie den Check!

Die Lebensrettung wird heutzutage durch moderne Technik unterstützt. In jedem Gebäude gibt es Rauchmelder beziehungsweise Feuermelder. Doch sind Sie sicher, dass in den von Ihnen betreuten Einrichtungen wirklich alles in Schuss ist?

Rauch- und Feuermelder in öffentlichen Einrichtungen sollten regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit gecheckt werden! Davon hängen Menschenleben ab! Daher haben wir heute einige Tipps für Sie parat.

Und das sind folgende:

  1. Es besteht ein Plan für jede Etage. In diesem Plan sind die vorhandenen Rauchmelder und sonstigen Vorkehrungen (zum Beispiel bei Rauch automatische Öffnung von Dachfenstern im Treppenhaus usw.) farblich gut sichtbar eingetragen. Darauf erkennt der Hausmeister in wenigen Augenblicken, welche Vorkehrungen in Sachen Rauchmelder oder Feuerlöscher bestehen.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie richtig informiert sind über die Funktions-Typen der Rauchmelder. Welcher Typ ist wo eingebaut?
    a)  Rauchmelder im Netzbetrieb – oder Einzelfunktion?
    b)  Raumsignal – Funksignal an Einsatzzentrale – Fernprüfung durch Funk- bzw. Leitungskontakte?
    c)  Vernetzte Rauchmelder innerhalb einem Gebäude mit automatischer Öffnung von Rauchabzugsmöglichkeiten (Fenster, Luken). Wenn zum Beispiel im Treppenhaus der Rauchalarm ausgelöst wird, wird das Signal zum Beispiel auch in alle Aufenthaltsräume und Klassenzimmer übertragen, und im Treppenhaus öffnet sich automatisch ein Dachfenster, damit der Rauch nach oben abziehen kann.
    d)  Batterie-Haltbarkeit:
    – nach Level I – Mindesthaltbarkeit der Batterie beträgt 1 Jahr: Bauen Sie am besten sofort
    oder spätestens im Monatszeitraum bessere Typen des Level II oder Level III ein
    – nach Level II – Mindesthaltbarkeit der Batterie beträgt 3 Jahre. Sichten Sie sofort oder
    spätestens im Monatszeitraum die Unterlagen:
    – Wann wurde Batterie gewechselt?
    – Terminvormerkung: Einen Monat vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit einen
    Batteriewechsel vornehmen – und dokumentieren!
    – nach Q-Label der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb):
    Mindesthaltbarkeit der Batterie 10 Jahre. Unterlagen sichten:
    – Wann wurde Batterie gewechselt?
    – Terminvormerkung drei Monate vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit: Batteriewechsel
    vornehmen oder gesamten Rauchmelder durch einen neuen geprüften ersetzen –
    und dieses Vorgehen dokumentieren!
  3. Nehmen Sie regelmäßig Prüfungen vor: Entsprechend den Herstellerangaben, mindestens eine halbjährliche Sichtprüfung. Viele Arbeitgeber verlangen diese Sicht-Prüfung wöchentlich beziehungsweise monatlich per Dienstanweisung
    a) Rauchmelder ist noch vorhanden und funktionsfähig
    b) Keine Behinderungen durch Staub, Dekomaterial etc. – etwaiger Rauch kann ungehindert in die Öffnungen des Rauchmelders einziehen.
    c) Gerät gegebenenfalls mit Pinsel oder Staubsauger vorsichtig reinigen.
  4. Nehmen Sie einen halbjährlichen manuellen Funktionstest vor. Alle Rauchmelder haben eine Taste (siehe Herstellerangaben) zur Auslösung eines Alarms. Wird diese Taste gedrückt, muss der Signal-/Alarmton deutlich gehört werden. Falls dies nicht der Fall ist, sollte auf jeden Fall zunächst die Batterie ausgetauscht werden. Reagiert danach das Gerät auf den manuellen Tastdruck immer noch nicht, ist ein Austausch des Rauchmelders zwingend. Protokollieren Sie diesen Test.
  5. Das Protokoll ist unerlässlich und sollte folgende Angaben beinhalten:
    a) Ort / Raum und Datum der Überprüfungb) Vollständiger Vor- und Nachname des Prüfers
    c) Sichtvermerk ‚keine Beanstandung’ oder Textvermerk: Folgende Beanstandungen ….. behoben   …. nicht behoben … Weitere Informationen am ……. an folgende Dienststelle schriftlich abgegeben: ….
    d) Unterschrift
  6. Machen Sie es zur Gewohnheit, dass Sie bei jedem Gebäude- / Raumeintritt einen bewussten Kontroll-Blick zu den Brand- und Rauchmeldeanlagen sowie auf die Fluchtwege-Kennzeichnungen und Notausgangbeschilderungen werfen.

Weitere Themen


 

Gebäudereinigung – Zuständigkeiten und Pläne

Saubere Sache! Wenn alles blitzblank ist, zeigen sich öffentliche Gebäude wie Schulen, Rathäuser oder Museen von ihrer besten Seite. Doch wo viele Menschen ein- und ausgehen, ist es nicht...

mehr lesen

 

Starten Sie den großen Arbeitsmittel-Check!

In öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Sporthallen gibt es jede Menge Arbeitsmittel. Ob Leitern, Maschinen und Werkzeuge, die vom Hausmeister benötigt werden, oder Schultafeln und Reinigungsgeräte – diese Arbeitsmittel...

mehr lesen

 

Saubere Sache!

Welche Reinigungskraft kümmert sich um die Schulaula, wann wurden zuletzt die Schultoiletten geputzt und wie lange war gestern Frau Müller im Einsatz?

mehr lesen

Anzeige  

Das Hausmeister-Handbuch mit Kalenderübersicht

Die Ausgabe des offiziellen Handbuches 2017 - 2019 für Gebäudesicherheit und Wirtschaftlichkeit führt Gebäudeverwalter und Hausmeister durch alle notwendigen Aufgaben.

mehr lesen


11. April 2018


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(0,00 bei 0 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren


Rauchmelder – ein Muss!

Brände entstehen meistens unbemerkt. Hat ein Feuer „Fuß gefasst“, breitet es sich oft sehr schnell aus. Neben dem eigentlichen Brandschaden sind häufig Rauchvergiftungen die schlimmsten Folgen. Daher ist es...

mehr lesen