Facility Management: Es sind Allrounder gefragt

Mit technischen Innovationen und Trends wie Computer-Aided Facility Management (CAFM) oder Building Information Modeling (BIM) steigt der Weiterbildungsbedarf für Facility Manager. Zugleich schwindet Breitenwissen, das für modernes Gebäude- und Flächenmanagement unerlässlich ist.

Die TÜV SÜD Akademie zeigt daher vor allem in ihren Seminaren, wie sich das in der Praxis auswirkt und wie sich hier gegensteuern lässt. Facility Manager müssen Multitalente sein. Denn wer große Bürogebäude, Hotels oder Einkaufszentren betreut, benötigt umfassendes technisches und kaufmännisches Fachwissen, muss Organisationstalent und Kommunikator sein und die relevanten Gesetze und Normen kennen.
Facility Manager ist kein klassischer Lehrberuf.

Die Ausbildung folgt meist auf Basis bereits vorhandener technischer, kaufmännischer oder handwerklicher Berufserfahrung. Mehrmonatige Fortbildungen oder ein Studium sind hier die Optionen.

Dabei konzentriert sich ein Großteil noch auf das technische Gebäudemanagement. Nicht zuletzt, weil viele angehende Facility Manager aus diesem Bereich kommen und es hier durch den technischen Fortschritt den meisten Weiterbildungsbedarf gibt. Anlagen für die Sicherheit und den Brandschutz oder die Heizungs-, Klima- und Kältetechnik sind vielfach der Fokus. Kaufmännisches und infrastrukturelles Gebäudemanagement stehen nicht selten an zweiter Stelle. Dabei haben fehlerhafte Budgetierungen und Verträge genauso wie Mängel bei der Reinigung und den Außenanlagen mitunter ernste wirtschaftliche oder sicherheitstechnische Folgen – beispielsweise wenn durch Staub im Aufzugsschacht Brandgefahren entstehen.

 

Wo fehlendes Wissen Geld kostet

Viele Großunternehmen erweitern ihr Produkt- und Leistungsportfolio durch den Zukauf spezialisierter kleiner und mittlerer Unternehmen. So können sie auch in anderen Sparten als den bisherigen Facility Services Leistungen anbieten. Das ist auch sinnvoll, wenn zum Beispiel neue Anforderungen entstehen, wie aufgrund der aktuell novellierten Betriebssicherheitsverordnung oder bei der Integration von IT in Gebäude (Smart Buildings). Die Integration neuer Fachbereiche glückt allerdings nicht immer. Mögliche Einnahmequellen bleiben unentdeckt, zusätzliche Kosten entstehen.

Bei einem FM-Dienstleister akquirierte aufgrund eines fehlenden übergreifenden Ansatzes jeder Fachbereich für sich. Informationen über potenzielle Bedarfe anderer FM-Sparten wurden von „fachfremden“ Mitarbeitern nicht als solche erkannt und somit auch nicht weitergetragen. Zum Zustand der Gebäudetechnik, der Reinigung und der Außenanlagen erfolgten überdies innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Begehungen von unterschiedlichen Projektleitern. Einen Allrounder hätte dies als Gesamtprojektleiter effizienter und mit weniger Personal umgesetzt. Facility Manager müssen alle Aspekte des Gebäudemanagements im Auge behalten. Dafür sind neben spezifischen Weiterbildungen auch die FM-Grundlagen wiederkehrend aufzufrischen.

Die TÜV SÜD Akademie bietet zahlreiche FM-Seminare sowie die berufsbegleitende Qualifizierung zum Fachwirt Facility Management (GEFMA). Diese vermitteln alle Kompetenzen, um technische, infrastrukturelle sowie betriebswirtschaftliche FM-Prozesse zuverlässig zu steuern und zu optimieren.

Weitere Informationen zur Ausbildung zum   Fachwirt Faciltiy Management

 


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6. Mai 2015


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