Sind Ihre Gebäude barrierefrei?

Für Menschen im Rollstuhl ist der Besuch von öffentlichen Einrichtungen leider viel zu oft eine Tortur: Die große Treppe am Haupteingang stellt ein unüberwindbares Hindernis dar.
Wie steht’s mit der Barrierefreiheit in Ihrer Kommune?

(1) Der Paragraph 39 der Landesbauordnung Baden-Württemberg regelt die Barrierefreiheit:

„Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen, die überwiegend von behinderten oder alten Menschen genutzt werden, wie sind so herzustellen, dass sie von diesen Personen zweckentsprechend ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen).“

Dies beinhaltet:

  • Einrichtungen zur Frühförderung behinderter Kinder, Sonderschulen, Tages- und Begegnungsstätten, Einrichtungen zur Berufsbildung, Werkstätten, Wohnungen und Heime für behinderte Menschen
  • Altentagesstätten, Altenbegegnungsstätten, Altenwohnungen, Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime

 

 

(2) Die Anforderungen nach Absatz 1 gelten auch für

  • Gebäude der öffentlichen Verwaltung und GerichteBarrierefreiheit-Rollstuhl 265-Pixel breit kl
  • Schalter- und Abfertigungsräume der Verkehrs- und Versorgungsbetriebe, der Post- und Telekommunikationsbetriebe sowie der Banken und Sparkassen
  • Kirchen und andere Anlagen für den Gottesdienst
  • Versammlungsstätten
  • Museen und öffentliche Bibliotheken
  • Sport-, Spiel- und Erholungsanlagen, Schwimmbäder
  • Camping- und Zeltplätze mit mehr als 50 Standplätzen
  • Jugend- und Freizeitstätten, Beherbergungsbetriebe, Gaststätten
  • Messe-, Kongress- und Ausstellungsbauten
  • Krankenhäuser, Kureinrichtungen und Sozialeinrichtungen
  • Bildungs- und Ausbildungsstätten aller Art, wie Schulen, Hochschulen, Volkshochschulen,
  • Kindertageseinrichtungen und Kinderheime
  • öffentliche Bedürfnisanstalten
  • Bürogebäude, Verkaufsstätten und Ladenpassagen
  • Praxen der Heilberufe und der Heilhilfsberufe.

(3) Bei Anlagen nach Absatz 2 können Ausnahmen zugelassen werden

soweit die Anforderungen nur mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand erfüllt werden können. Bei Schulen und Kindertageseinrichtungen dürfen Ausnahmen nach Satz 1 nur bei Nutzungsänderungen und baulichen Änderungen zugelassen werden.


Weitere Themen


 

„Ein Moment, der mein Leben ruiniert hat“

„Wie soll ich mit dieser Situation umgehen?“ oder „Muss ich mit rechtlichen Konsequenzen rechnen?“ So oder ähnlich beginnen die Fragen von Hausmeisterinnen und Hausmeistern, die uns regelmäßig erreichen. Der...

mehr lesen

 

Ein Fall für den Fachmann!

Der Hausmeister wird’s schon richten! Das mag in vielen Situationen tatsächlich so sein, denn er fühlt sich in den von ihm betreuten Gebäuden verantwortlich, doch der Hausmeister ist keinesfalls...

mehr lesen

 

Die Vielseitigkeit der Hausmeister ist groß – Sie erkennen auch Gefahren

Schnelle Entscheidungen gehören zu den meisten Berufen. Fahrer, Piloten, Ärzte, Krankenschwestern – alle müssen tagtäglich weitreichende Entscheidungen treffen. Das gilt auch für Hausmeister, die außerdem noch ausgesprochen vielseitig sein...

mehr lesen

 

Ab 1. Januar 2015 sind Rauchmelder Pflicht!

Vermieter aufgepasst: Mit dem beginnenden Jahr 2015 gilt die Rauchmelderpflicht nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsbauten – so schreibt es die Landesbauordnung Baden-Württemberg vor.
Es wird also...

mehr lesen


8. Juli 2014


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(5,00 bei 1 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren


Rauchmelder – ein Muss!

Brände entstehen meistens unbemerkt. Hat ein Feuer „Fuß gefasst“, breitet es sich oft sehr schnell aus. Neben dem eigentlichen Brandschaden sind häufig Rauchvergiftungen die schlimmsten Folgen. Daher ist es...

mehr lesen