8. Juli 2014

Sind Ihre Gebäude barrierefrei?

Für Menschen im Rollstuhl ist der Besuch von öffentlichen Einrichtungen leider viel zu oft eine Tortur: Die große Treppe am Haupteingang stellt ein unüberwindbares Hindernis dar.
Wie steht’s mit der Barrierefreiheit in Ihrer Kommune?

(1) Der Paragraph 39 der Landesbauordnung Baden-Württemberg regelt die Barrierefreiheit:

„Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen, die überwiegend von behinderten oder alten Menschen genutzt werden, wie sind so herzustellen, dass sie von diesen Personen zweckentsprechend ohne fremde Hilfe genutzt werden können (barrierefreie Anlagen).“

Dies beinhaltet:

  • Einrichtungen zur Frühförderung behinderter Kinder, Sonderschulen, Tages- und Begegnungsstätten, Einrichtungen zur Berufsbildung, Werkstätten, Wohnungen und Heime für behinderte Menschen
  • Altentagesstätten, Altenbegegnungsstätten, Altenwohnungen, Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime

 

 

(2) Die Anforderungen nach Absatz 1 gelten auch für

  • Gebäude der öffentlichen Verwaltung und GerichteBarrierefreiheit-Rollstuhl 265-Pixel breit kl
  • Schalter- und Abfertigungsräume der Verkehrs- und Versorgungsbetriebe, der Post- und Telekommunikationsbetriebe sowie der Banken und Sparkassen
  • Kirchen und andere Anlagen für den Gottesdienst
  • Versammlungsstätten
  • Museen und öffentliche Bibliotheken
  • Sport-, Spiel- und Erholungsanlagen, Schwimmbäder
  • Camping- und Zeltplätze mit mehr als 50 Standplätzen
  • Jugend- und Freizeitstätten, Beherbergungsbetriebe, Gaststätten
  • Messe-, Kongress- und Ausstellungsbauten
  • Krankenhäuser, Kureinrichtungen und Sozialeinrichtungen
  • Bildungs- und Ausbildungsstätten aller Art, wie Schulen, Hochschulen, Volkshochschulen,
  • Kindertageseinrichtungen und Kinderheime
  • öffentliche Bedürfnisanstalten
  • Bürogebäude, Verkaufsstätten und Ladenpassagen
  • Praxen der Heilberufe und der Heilhilfsberufe.

(3) Bei Anlagen nach Absatz 2 können Ausnahmen zugelassen werden

soweit die Anforderungen nur mit einem unverhältnismäßigen Mehraufwand erfüllt werden können. Bei Schulen und Kindertageseinrichtungen dürfen Ausnahmen nach Satz 1 nur bei Nutzungsänderungen und baulichen Änderungen zugelassen werden.


Weitere Themen


Anzeige  

Brandschutz – Neue VdS-Richtlinien schützen Wohnbereiche

Automatische Brandschutzanlagen erkennen, melden und bekämpfen Brände bereits im Anfangsstadium. Einen optimalen Standard für Planung und Einbau von Brandschutztechnik speziell in Wohnbereichen bieten die neuen VdS-Richtlinien 2896.

mehr lesen

 

Muss der Bestuhlungsplan ausgehängt werden?

Zum Thema „Bestuhlungsplan in öffentlichen Gebäuden“ erreichte uns kürzlich die folgende Anfrage: „Mein Vorgesetzter vom Bauamt verlangt, dass bei jeder Veranstaltung der Bestuhlungsplan vor der Eingangstüre zum Veranstaltungsraum ausgehängt...

mehr lesen

 

Rettungswege und Notausgänge freihalten!

Ob beim Neujahrsempfang der Gemeinde, bei Sportwettkämpfen oder Konzerten – sobald sich viele Menschen bei Veranstaltungen in der Halle tummeln, gibt es strenge Vorgaben zu beachten.
Zu den Aufgaben...

mehr lesen

 

Brandgefährliche Asche

Wenn der gemütliche Kamin erloschen ist und die lustige Grillparty zu Ende geht, bleibt nicht nur die Erinnerung zurück. Ein weiteres Andenken an entspanntere Zeiten ist die übriggebliebene Asche....

mehr lesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

(5,00 bei 1 Person/en)

Das könnte Sie auch interessieren