Achtung, Verletzungsgefahr!

Der Hausmeister und das Reinigungspersonal einer Kommune haben vielfältige Aufgaben und sind daher täglich gewissen Gefahren ausgesetzt, die ihnen oftmals nicht im vollen Maße bewusst sind.

Bei den Berufsgenossenschaften laufen die Unfallberichte zusammen, und diese berichten von den folgenden Häufigkeiten im Hausmeisteralltag, die vermutlich manch einen überraschen:

Verbrennungen:

Treten häufiger in Küchen von Mehrzweckhallen auf. Zur Bedienung von Fritteusen oder anderen Küchengeräten wird oftmals Vereinspersonal eingesetzt, das im Umgang mit diesen Geräten nicht geübt ist und für eine Veranstaltung auch nicht extra eingewiesen wird. Überlaufendes Fett entzündet sich, Stichflammen lösen Panik aus. In einem solchen Fall hilft Sauerstoffentzug. Wenn keine Branddecke zur Hand ist, die man auf die Flammen werfen kann, helfen auch ein schweres Handtuch oder ein Topfdeckel, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Wenn sich jemand verbrannt hat, bringt kaltes Wasser eine erste Linderung. Größere Brandwunden sollten medizinisch behandelt werden.

Verätzungen:

Der Kontakt mit Reinigungsmitteln, Sekundenkleber oder Geräten können Augenschäden beziehungsweise Verätzungen der Haut verursachen. Deshalb bitte Schutzbrillen, Handschuhe und ordentliche (Schutz-) Kleidung tragen!

Atemwegserkrankungen:

Stäube bei Reparaturarbeiten, ungelüftete kleine Räume mit gelagerten Reinigungsmitteln oder überalterte Reinigungsmittel können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Falsche Mischungsverhältnisse und Mischkombinationen sowie schadhafte oder mangelhaft verschlossene Behältnisse (auslaufende Flüssigkeiten) reizen die Atemwege ebenso wie Pestizide, die unfachmännisch eingesetzt wurden. Wer seine Atemwege schützen möchte, sollte die Lagerräume lüften, regelmäßige Kontrollen durchführen sowie Fachpersonal bei Fragen oder Kontrollen einbeziehen.

Infektionen:

Der Kontakt mit Keimen, der Umgang mit Altstoffen in (fast) allen Bereichen sowie Putz- und Hygieneartikeln oder Tieren können Infektionen hervorrufen. Deshalb wird empfohlen, eine Schutzkleidung wie Einmalhandschuhe oder eine Kopfbedeckung zu tragen. Eine Impfung gegen Hepatitis-B, Wundstarrkrampf beziehungsweise Zecken ist ein präventiver Schutz. Außerdem gilt: Keine Mahlzeiten in der Nähe von Putzräumen oder sanitären Anlagen einnehmen!

Alkohol:

Das Thema Alkohol am Arbeitsplatz ist ein sensibles. Führungskräfte haben eine Fürsorgepflicht, sie sollten Arbeitszeiten und Wartezeiten im Blick behalten sowie persönliche Lebensumstände berücksichtigen. Bei Verdacht auf Alkoholsucht eines Mitarbeiters kann es helfen, mehr Verbindlichkeit herzustellen, was die Disziplin erhöht. Unverbindliche Vorgaben oder das Tolerieren von Unpünktlichkeit dagegen wirken sich nicht unbedingt positiv aus.


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16. April 2014


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