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Gebäudereinigung planen

Mit dem richtigen Plan ist bald alles blitzblankNeue oder überarbeitete Hygienepläne für Schulen, Kindergärten oder die von vielen benutzten Sportstätten sind eine Herausforderung. Sie bringen oftmals die Reinigungszeiten in vielen Einrichtungen  durcheinander.

Die bisher bereitgestellten Zeiten reichen den Reinigungskräften plötzlich nicht mehr aus, oder es bleiben einzelne Reinigungsaufgaben auf der Strecke. Was ist dann zu tun?

Hier ist die Checkliste:

1. Das Reinigungskonzept sollte auf den Prüfstand kommen. Es bedarf einer Bestandsaufnahme.
2. Wo sind die Zeitfresser? Herumstehendes Allerlei zum Beispiel erschwert die Reinigung unnötigerweise. Was kann wie beseitigt werden?
3. Beim Anpassen der Reinigungs-Zyklen gilt: Nicht an jedem Tag, nicht in jeder Woche muss alles durchgereinigt werden. Aber: Wenn die Reinigungskräfte sich zum täglich notwendigen Putzplan für jeden Tag, jede Woche und jeden Monat eine besondere Aufgabe vornehmen, dann verteilen sich die Mammutbelastungen gleichmäßig.
4. Passen die Personalabstimmung, die Team-Zusammensetzung und die Reinigungsabstimmung zwischen den einzelnen Gebäuden und Teams? Auch die Vertretungsregelungen und die Material- und Gerätezuordnung gehören auf den Prüfstand.
5. Stimmt die Abstimmung mit den Gebäudenutzern und dem Hausmeister? Auf dem Postweg können Merkzettel für Aufgaben, Hinweise, Materialbedarf und andere organisatorische Dinge konsequent und verständlich abgestimmt werden, und im regelmäßigen Austausch können die Ergebnisse langfristig verbessert werden.
6. Wird Material wie Geräte und Reinigungsmittel optimal eingesetzt? Stimmen vereinbarte farbliche Hervorhebungen im Reinigungsplan? Blau könnte zum Beispiel für den Sanitärbereich stehen, Gelb für die Schul- und Aktionsräume, Rot für Flure, Treppen sowie Grün für Mobiliar und Türen. Wenn bei allen Teams gleiche Anwendungen praktiziert werden, läuft alles übersichtlicher und effektiver.

Reinigung MuratSubatli quer

Wir haben Reinigungskräfte gefragt, was ihnen auf den Nägeln brennt, und stellen Ihnen diese Erfahrungen aus Teambesprechungen und Verbesserungsvorschläge zur Steigerung der Effektivität
und Einsparung von Kosten hier stichpunktartig vor:

  1. Oftmals liegen ganz unterschiedliche Auffassungen für die Herangehensweise vor. Oder ein Reinigungsplan fehlt gänzlich – eine Koordination der Arbeiten im Wochen- und Monatsablauf ist damit nicht möglich. Auch Sonderarbeiten sollten eingeplant werden, damit sie vom Personal einheitlich akzeptiert werden können.
  2. Zu viele unterschiedliche Reinigungsmittel sind im Gebrauch. Es fehlen Hinweise auf die richtige Anwendung. Besser wäre es, das Sortiment auf wenige Reinigungsmittel zu reduzieren und dann verständliche Anweisungen zu liefern, wo was wie und in welcher Menge eingesetzt werden sollte.
  3. Der Einkauf verläuft unkoordiniert. Niemand fühlt sich zuständig, zu melden, wenn ein Reinigungsmittel aufgebraucht ist. Einer verlässt sich auf den anderen, denn es ist nicht geklärt, wer wo Einkäufe und Nachbestellungen vorbringen soll. Handschuhe, Müllbeutel, Reinigungsmittel, Staubsaugerzubehör und andere Utensilien fehlen oft über Wochen. Das demotiviert die Reinigungskräfte.
  4. Unterschiedliche Geräte in den einzelnen Gebäuden erschweren die Aushilfe und Stellvertretungen von Reinigungskräften im Urlaubs- oder Krankheitsfall in anderen Gebäuden. Das Betriebsklima wird getrübt, weil jedes Mal im Vertretungsfall Unsicherheiten oder Probleme entstehen.
  5. Reinigungskräfte sind sich einig, dass sie im Alltag besser mit der vorgegebenen Zeit auskommen würden, wenn die angesprochenen Mängel und Probleme der Punkte 1 bis 4 beseitigt werden könnten.

Was sollten Reinigungsgeräte leisten?

Der Hersteller Nilfisk-ALTO achtet auf folgende Punkte:

  • Reinigungsgeräte sollten spontan einsetzbar sein und keine beziehungsweise geringe Vorlaufzeiten für die Vorbereitung benötigen
  • Reinigungsmittel und Wasser sollten für einen Reinigungs-Tag ohne Nachfüllen ausreichen
  • Eine einfache Entleerung des Schmutzwassers muss möglich sein
  • Eine geringe Lautstärke ist heute Standard, damit Nebengeräusche wie Zurufe nur gering unterdrückt werden. Das erhöht die Sicherheit und mindert den Effekt des Erschreckens.
  • Eine flache Bauweise der Geräte hilft dem Personal, um auch in schwer zugänglichen Bereichen effektiv arbeiten zu können.

Übrigens, der Hygieneplan und die Verpflichtung, ein solches Werk für Kindergärten, Grundschulen, Heime und anderen Einrichtungen aufzustellen, sind nicht neu. Allerdings kam es durch einige Vorfälle in den vergangenen Monaten dazu, dass die Kommunen nun zunehmend darauf achten, müssen, dass ein Hygieneplan vorliegt und in der Praxis auch umgesetzt wird. Wir bieten Seminare an, die sich gezielt an interessierte Mitarbeiter von Städten und Gemeinden richten, die mit dem Thema Hygieneplan beschäftigen.


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1. Oktober 2013


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